Blutegel – Blutegeltherapie bei Krampfadern, Gelenkschmerz, Tinnitus

by Daniel Scheidbach

Blutegel haben es in sich! Die neue alte Therapieform findet ab jetzt auch Anwendung in der Ayurvedapraxis in Graz bei Krampfadern, Schmerzen und Schwellung wie bei Rheuma und Arthrose, Tinnitus und Hörsturz. Hier gehts zum Film und zu einer detaillierteren Beschreibung…

Der Blutegel und seine Wirkung

Im Speichel des Blutegels befinden sich mehr als 40 aktive Wirkstoffe, die noch nicht zur Gänze erforscht wurden. Anwendung findet die Therapieform im Ayurveda schon seit Jahrtausenden als Blutreinigende Therapie. Auch in der europäischen Medizien, sogar in der „Schulmedizin“ fanden die Tierchen noch in der jüngsten Vergangenheit breite Anwendung. Leider wird einem im Studium nicht mehr gezeigt, wie man Blutegel anlegt, ich musste es selbst in Indien lernen. Die Anwendung ist aber sehr einfach, es muss nur auf eine saubere Umgebung geachtet werden, sie saugen sich von selbst an und lassen auch von alleine wieder los, wenn sie „satt“ sind. Der Vorgang dauert ca. 30-60 Minuten und man spürt dabei ein leichtes Brennen. Der Speichel der Tiere betäubt die Stelle etwas. Anwendung findet die Therapie bei:

  • Krampfadern
  • Besenreißern
  • Rheuma
  • Arthrose
  • Kopfschmerz und Migräne
  • Tinnitus
  • Hörsturz
  • Schwellungen
  • Wundheilungsstörungen z.B. nach Operation (nicht bei Durchblutungsstörungen!)
  • Thrombosen
  • Entzündungen (Gürtelrose, Sehnenscheidenentzündungen, uvm)
  • Gürtelrose

Kleiner Film

Einen Film über die Blutegeltherapie und den Herkunftsort der verwendeten Egel finden sie hier

Quelle der kleinen Freunde

Die Quelle der in der Praxis verwendeten Blutegel ist die Bibertaler Blutegelzucht in Deutschland. Es werden ausschließlich medizinische Zuchtegel aus eigener Zucht verwendet, keine billigern Importegel aus anderen Ländern. Die Egel kommen mit einer „Packungsbeilage“ und sind registriert zur medizinischen Anwendung.

Blutegel in die Rente Schicken

Die Egel werden, nachdem sie ihren Dienst getan haben, nicht in Alkohol getötet, wie das die Vorschrift gebieten würde. Ein Aussetzen z.B. in einem Teich ist illegal, da unsere heimische geschützte Art verdrängt werden würde, dies wäre bestimmt auch aus hygienischen Gründen nicht sinnvoll. Um diese knifflige Situation zu umgehen, werden die Egel nach Deutschland zurück geschickt, wo sie erst in Quarantäne einige Tage auf einem Biolandhof verbringen und schließlich in den Rentnerteich der Bibertaler Blutegelzucht gegeben werden. Hier können sie ungestört ihr restliches Leben verbringen.

Vorbereitung

Auch hier ist Vorbereitung das halbe Leben. Die Blutegel mögen keine strengen düfte oder chemische Substanzen, weshalb man die betroffene Hautstelle zwei Tage vor Behandlung nicht eincremen oder mit Duschgels waschen sollte. Ideal ist es auch, einige Tage davor eine vegetarische Kost zu bevorzugen und die Hände von Stinkekäse & Co zu lassen. Diese Ernährung macht auch mindestens eine Woche nach Behandlung noch Sinn. Vor dem Anlegen wird die Haut mit Infrarot erwärmt. Sollten die Egel tatsächlich immer noch keine Lust haben zu saugen, wird mit einer kleinen Nadel ein winziger Blutstropfen zum Austritt gebracht – das macht jeden unwiderstehlich!

Wann lieber nicht?

Gerinnungshemmende Medikamente sollten früh genug abgesetzt werden, wie bei Operationen. Das Immunsystem sollte nicht geschwächt sein, da die mit 1:10000 beschriebene Wahrscheinlichkeit für eine Hautinfektion (Rotlauf) dann höher wird. Es dürfen bei gesunden erwachsenen Menschen maximal 10 Blutegel angesetzt werden, das ihr Speichel, aus dem übrigens die heutigen Heparin Spritzen hergeleitet wurden, blutgerinnungshemmend wirkt.

 

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